Wechsel von Kohle zu Biomasse
Südafrika, Limpopo, Letaba

 

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Projektname: Letaba Biomass to Energy Project
Projektstandort: Südafrika, Limpopo, Letaba
Projekttyp: VER-Projekt, Gold Standard Bewerber
Emissionsreduktionen: 112'000 t CO2-äq (über 7 Jahre)
Situation ohne Projekt: Kohlefeuerung
Projektstatus: Implementierung
Validierung: DNV (in Bearbeitung)
Projektstart: Ende 2007
Dokumentationen: Projektdokumentation (PDD) (PDF, 500 kB)
Filmdokumentation (englisch)
Carbon Offset Provider myclimate, Schweiz
   
 

Ziel dieses Projektes ist die Umstellung von Kohle auf Biomasse für die Dampferzeugung einer Zitrusfarm. Dadurch wird ein grosser Arbeitgeber im Norden von Südafrika zu einem ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Unternehmen. Gesundheitsschäden aufgrund von Kohlepartikel werden reduziert.

Die Zitrusfarm in Letaba... ... wird versorgt mit Energie aus Holz

Im Moment verbraucht die Zitrusfarm 10'700 t Kohle pro Jahr, um Dampf für die Fruchtsaftherstellung zu erzeugen. Die anfallenden Fruchtschalen werden getrocknet und als Tierfutter verwendet, was zusätzliche Kohle für die Feuerung der Trocknungsanlagen bedingt. Die Kohle wird zurzeit aus 380 km Entfernung zum Einsatzort transportiert. Der Betrieb ist umgeben von gewaltigen Wäldern und Sägewerken. Dies führt dazu, dass eine grosse Menge von Sägemehl und Holzabfällen in einem Umkreis von 20 km anfällt. Das Projekt beinhaltet den Ersatz des jetzigen Boilers durch einen Biomasse-Boiler der indischen Firma Thermax. Das Sägemehl und die Holzabfälle der Region werden genutzt, um den Boiler zu erhitzen, wobei gegen 18'000 t Biomasse jährlich verbrannt werden können. Zusätzlich werden durch die Verminderung des Kohlepartikelausstosses Gesundheitsschäden reduziert. Da das Sägemehl nicht mehr länger auf Deponien verfault, werden Methanemissionen verhindert, und die Luftqualität wird verbessert. Durch die Nutzung der Holzabfälle werden Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung geschaffen, indem sie angestellt werden, die Holzabfälle in den nahe gelegenen Wäldern zu sammeln. Auch beim Transport des Holzes entstehen Arbeitsplätze mit langfristigen Anstellungsperspektiven. Während der viermonatigen Konstruktion und der Sanierung des Systems werden weitere Arbeitsplätze geschaffen.