für Engagement im Klimaschutz.
Erneuerbare Energien
Energie aus Windkraft, Strom aus Biomasse, Solarenergie – erneuerbare Energien bieten gegenüber fossilen Energieträgern wie Öl, Kohle oder Gas zwei entscheidende Vorteile: Sie sind unendlich verfügbar und sie tragen zur wesentlich zur Treibhausgas-Reduzierung bei. So wurde durch die Nutzung von erneuerbaren Energien in Deutschland allein im Jahr 2006 101 Mio. Tonnen des klimaschädlichen CO2 vermieden.
Langfristig plant die Bundesregierung, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung auf mindestens 20 % zu steigern.
Die Intensivierung des Einsatzes von erneuerbaren Energien wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2004 geregelt, das Strombetreiber verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energien vorrangig abzunehmen und dafür einen festgelegten Preis zu bezahlen. Das EEG ist heute zu einem beispielhaften und erfolgreichen Instrument für den Klimaschutz geworden.
Windenergie ist in Deutschland weiter im Aufwind. In 2009 stehen in Deutschland 21.164 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 25.777 Megawatt. Damit hat die Windenergie einen Anteil von 7,58 Prozent am Bruttostromverbrauch in Deutschland.
Windparks auf See sollen die Eingriffe in die Landschaft und Umwelt verringern. Die Bundesregierung rechnet bis zum Jahr 2025/2030 mit einer Leistung von 20.000 – 25.000 Megawatt – das entspräche 15 % des heutigen deutschen Strombedarfs.
Unter Biomasse versteht man nachwachsende Rohstoffe aus Holz aber auch pflanzliche und tierische Abfälle. Welche Stoffe und welche technische Verfahren für die Produktion von Strom aus Biomasse eingesetzt werden können, regelt die Biomasseverordnung von 2001 im Rahmen des EEG.
Solarenergie wird in Deutschland zunehmend genutzt. In 2008 wurden in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von mindestens 1.933 Megawatt gebaut. Das ist mehr als angenommen. Der deutsche Solarmarkt hat damit um 68 Prozent zugelegt.
Wasserkraft ist eine ausgereifte Technologie, mit der weltweit, an zweiter Stelle nach der traditionellen Nutzung von Biomasse, der größte Anteil an erneuerbarer Energie erzeugt wird. In Deutschland führt die Nutzung von Wasserkraft in 2007 zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen um 22,6 Mio. t.
Geothermie, die Nutzung der tiefen Erdwärme, kann zukünftig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und einer zukunftsfesten Energieversorgung leisten. Bis zum Jahr 2020 sollen etwa 50 Kraftwerke rund 1,8 Milliarden Kilowatt geothermischen Strom erzeugen.
