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Der vom Menschen verursachte Klimawandel - eines der ernstesten Probleme der Menschheit

Als Hauptbeweis für die globale Erwärmung gelten Temperaturmessungen seit 1860 bis heute. Diese zeigen eine Zunahme der bodennahen Lufttemperatur von 0,74°C. Das Jahr 2005 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnung. In den letzten 30 Jahren nahm laut Goddard Institut Temperatur-Analyse pro Jahrzehnt die Temperatur um ca. 0,17°C zu.

Der Treibhauseffekt - und warum er "zu gut funktioniert"

Vom Ursprung her ist der natürliche Treibhauseffekt unserer Atmosphäre eine gute Sache, sogar eine lebenswichtige. Die Treibhausgase wie beispielsweise Kohlendioxid (CO2) oder Methan (CH4) lassen die Sonnenstrahlen zu uns durch, halten aber auf dem "Rückweg" die von der Erde reflektierte Infrarotstrahlung zurück. Ohne diesen Effekt wäre es auf der Erde bitterkalt.

Seit Beginn der Industriellen Revolution wird dieser Effekt aber künstlich durch die Einwirkung des Menschen (=anthropogen) erheblich verstärkt. Die Verbrennung von fossilen Brennstoffen (Öl, Gas, Kohle) und die Abholzung der für den CO2-Abbau so wichtigen Wald führen zu einer signifikanten Anreicherung von klimawirksamen Gasen in der Atmosphäre was schließlich zu einer Erwärmung der Erde führt. Abschmelzende Gletscher, u.a. an der Polen oder in Grönland, führen zu einer Erhöhung des Meeresspiegels.

Anstieg der Temperatur - Anstieg der Meere

Der Weltklimareport der IPCC von 2007 hat verschiedene Szenarien evaluiert und kommt zum Schluss, dass - je nach Energienutzung - für Ende des 21. Jahrhunderts eine Temperatursteigerung zwischen 1,8°C (best case) und 6,4°C (höchstes Szenario) stattfinden wird. Dies führe zu einer Meeresspiegelanhebung zwischen 18 und 59 cm. Sollte es zu einer dauerhaften Erwärmung von deutlich über 3°C kommen, ist mit einem vollständigen Abschmelzen des Grönländischen Inlandeises zu rechnen, Meereshöhen von plus 7 m wären eine mögliche Folge. Nicht auszumachen, was das für Küstenregionen zu bedeuten hätte.

Entscheidende Folgen

Die Experten erwarten nicht nur der Anstieg des Meeresspiegels als Problem, sondern auch die zunehmende Austrockung ganzer Regionen, extreme Wetterphänomene, die Veränderung der Artenvielfalt, und nicht zuletzt, die vielen Millionen Klimaflüchtlinge, die aufgrund der sich verändernden Lebenbedingungen ihren Lebensmittelpunkt wechseln müssen. Wir stehen also hier auch vor einer moralischen Aufgabe.