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Die wichtigsten Klimaschutzprojekt-
Standards im Überblick

Der freiwillige Emissionshandel ist ein Tätigkeitstsfeld, das zunehmend im öffentlichen Interesse steht. Auf dem freiwilligen Markt gehandelte Emissionszertifikate kommen vornehmlich aus den Bereichen erneuerbare Energien und Aufforstung. Da es für den freiwilligen Markt keine gesetzlichen Reglements für Klimaschutzprojekte gibt, haben sich zahlreiche Standards entwickelt, die Qualität, Regeln und Vorgaben für Klimaschutzprojekte formulieren.

  Der Goldstandard wurde 2003 unter der Beteiligung des WWF und anderer Naturschutzorganisationen entwickelt, um zusätzliche Kriterien für CDM Projekte insbesondere in den Bereichen Zusätzlichkeit und Nachhaltigkeit zu definieren. Neben klassischen CERs gibt es seither Gold Standard CERs. 2006 wurde die Anwendung der Kriterien des Gold Standards auf Projekte des freiwilligen Marktes ausgeweitet. Zertifikate, welche aus Projekten generiert werden, die keine JI- oder CDM - Projekte sind, jedoch den hohen Anforderungen des Gold Standards genügen, sind Gold Standard VERs. Der Gold Standard stellt sicher, dass Kompensationsprojekte tatsächlich zu Emissionsminderungen führen. Projekte, die dem Gold Standard genügen müssen zusätzlich sein und die lokale Bevölkerung an der Projektentwicklung beteiligen. Die nachhaltige Entwicklung der Umwelt, die soziale Entwicklung sowie wirtschaftliche und technologische Weiterentwicklung für Land und Region müssen durch das Projekt gegeben sein. Bisher werden nur Projekte aus den Bereichen Erneuerbare Energien und Steigerung von Energie Effizienz durch den Gold Standard anerkannt. Für Projekte aus dem Bereich Aufforstung und Walderhalt befinden sich die Methoden noch in der Entwicklung.

Mehr zum CDM Goldstandard
     
  CarbonFix ist der weltweit führende Standard im Bereich Aufforstung. Er entstand 2007 mit Unterstützung des Vereins CarbonFix, welcher sich seit 1999 aktiv, als akkreditiertes UN Mitglied, im Klimaschutz engagiert. Der Kriterienkatalog des CarbonFix Standards wurde durch eine große Gruppe von Experten entwickelt. Die erste Version des Standards wurde im Dezember 2007 auf der Welt Klima Konferenz in Bali vorgestellt. Der CarbonFix Standard garantiert, dass Aufforstungsprojekte die Biodiversität schützen und Lebensräume der heimischen Flora und Fauna erhalten, die Aufforstung erfolgt mit einheimischen Baumarten. Darüber hinaus schaffen CarbonFix Projekte Arbeitsplätze vor Ort. Durch ihren Bildungsauftrag tragen sie zur nachhaltigen Entwicklung der Länder bei.

 Mehr zu CarbonFix
     
  Der CCB (Climate, Community and Biodiversity Project Design) Standard wurde von der Climate, Community and Biodiversity Alliance (CCBA) konzipiert. Die CCBA ist ein Zusammenschluss von Umweltgruppen, Forschungsinstituten und Unternehmen. Der CCB Standard verfügt als Antwort auf den FSC Standard über ausgedehnte Richtlinien im Bereich Aufforstung. Ähnlich dem CarbonFix Standard zeichnen sich Aufforstungsprojekte mit CCB Standard dadurch aus, dass sie das Klima schützen, Artenvielfalt erhalten und eine nachhaltige soziale Entwicklung fördern. Beim CCB Standard unterscheidet man darüber hinaus 2 Kategorien. Erfüllt ein Aufforstungsprojekt alle Grundkriterien wird es in die Kategorie „Silber“ eingeordnet. Eine „Gold“ - Zertifizierung verdeutlicht die perfekte Integration und wird über die Erfüllung von Zusatzkriterien erlangt. Der CCB Standard generiert keine Zertifikate, eine Verifizierung nach CCBS bestätigt ein hohes Maß an zusätzlichen CoBenefits.

Mehr zum CCB Standard
     
  Die Entwicklung des Voluntary Carbon Standards wurde durch The Climate Group, The international Emissions Trading Association und The World Economic Forum Ende 2005 initiiert. Der fertige Standard wurde am 28. März 2006 veröffentlicht. In seinen Kriterien und Methoden orientiert sich der VCS stark an den Kriterien des UNFCCC für CDM Projekte. Co Benifits wie im Gold Standard, Carbon Fix Standard oder CCB Standards fehlen. 

Mehr zum VCS
     
  Die California Climate Action Registry wurde 2001 gegründet.Projekte, welche an der CAR registriert werden sollen müssen nach den CAR Protokollen entwickelt und verifiziert werden. Die Verifizierung muss durch einen von der CAR akkreditierten Dritten erfolgen. Co Benifits wie im Gold Standard, Carbon Fix Standard oder CCB Standards fehlen.  

Mehr zur Climate Action Registry
     
  1996 wurde die American Carbon Registry als erstes freiwilliges Green House Gas Register in den USA vom Environmental Defense Found and Environmental Trust gegründet. Die American Carbon Registry ist ein Unternehmen der Winrock International. An der American Carbon Registry können nur Zertifikate registriert werden, welche zusätzlich, permanent und verifizierbar sind. Von der ACR veröffentlichte Methoden, Protokolle und Tools zum Nachweise der Erfüllung dieser Kriterien basieren auf der ISO 14064. CDM Methoden werden ebenfalls anerkannt. Co Benifits wie im Gold Standard, Carbon Fix Standard oder CCB Standards fehlen. 

Mehr zur American Carbon Registry
     
  Die ISO 14064-2 und das WRI and WBSD GHG - Protocol for Project Accounting sind keine Standards mit Kriterienkatalogen im herkömmlichen Sinn. Sie liefern Definitionen und Methoden zur Feststellung von Emissionsreduktionen. Bisher gibt es in den sogenannten Offset - Accounting Protokollen keine Anforderungen zum Eignungskriterium, hingegen jedoch ausführliche Vorgaben zu Abläufen wie Review, Validierung und Registrierung von Projekten.  Viele der Standards basieren auf Offset - Accounting Protokollen, so z.B. nutzt der VCS Methoden der ISO 14064-2.

Mehr zum GHG-Protocol