Der Begriff der "Klimaneutralität"

Die Kompensation von Treibhausgasen hat das vorrangige Ziel, den Ausstoß von klimawirksamen Gasen zu reduzieren. Durch den Kauf von CO2-Zertifikaten werden Treibausgasemissionen, deren Vermeidung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich unverhältnismäßig sind, ausgeglichen.

Es gibt eine Vielzahl von Maßnahmen, die einen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten. Eines der bekanntesten Beispiele vertraglicher Regelungen zur Reduzierung der schädlichen Treibhausgase ist das Kyoto–Protokoll. Es handelt sich dabei erstmals um einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag. In diesem sind die sog. flexiblen Mechanismen verankert, mit denen die Reduktionsverpflichtungen der einzelnen Staaten erreicht werden sollen. Sie regeln die Anforderungen an freiwillige Emissionsminderungsprojekte und den Handel mit Emissionszertifikaten. Länder, die sich zu konkreten, rechtlich verbindlichen Emissionsreduktionen in der Periode 2008- 2012 gegenüber 1990 verpflichtet haben, werden als Annex B-Staaten bezeichnet und sind im Anhang des Kyoto-Protokolls aufgelistet.

Die global wirkenden Treibhausgase können in einigen Regionen der Erde auf kostengünstigere Weise reduziert werden, als in anderen Teilen der Welt. Aufgrund der globalen Wirksamkeit von Treibhausgasen spielt es für das Klima keine Rolle, wo die Emissionsminderungen stattfinden. Über den Handel von Emissionszertifikaten sollen Verminderungspotenziale an Orten realisiert werden, an denen dies am kostengünstigsten möglich ist. Zudem wird bei der Umsetzung von Klimaschutzprojekten weltweit der Technologietransfer gefördert. Auch soziale Aspekte, wie die Schaffung von Arbeitsplätzen oder die Verbesserung von Arbeitsbedingungen sind neben der Verminderung der Emissionen positive Auswirkungen.

Der Mechanismus der Klimaneutralität hat seinen Ursprung im Kyoto-Protokoll. Im Rahmen dieser Vereinbarung werden Emissionsminderungsprojekte wie etwa Erneuerbare-Energien- Projekte oder Projekte zur rationellen Energienutzung realisiert. Dabei erzielte Emissionsreduktionen werden in Emissionszertifikaten oder Emissionsreduktionsgutschriften verbrieft. Dabei entspricht ein Zertifikat einer Tonne CO2 oder CO2-Äquivalent. Diese Emissionsreduktionsgutschriften (CO2-Zertifikate) können von Staaten zur Erfüllung ihrer Pflichten aus dem Kyoto-Protokoll verwendet werden. Unternehmen aus EU-Staaten können sie zur Erfüllung ihrer Pflichten im Rahmen des EU-Emissionshandels einsetzen.

Durch freiwilligen Kauf und Stilllegung von Emissionszertifikaten, die sog. Kompensation, werden Emissionszertifikate aus dem Markt genommen und damit das Ziel der Reduzierung von Treibhausgasen unterstützt.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

 

 

 

Zusammenfassung

Der Mechanismus der Klimaneutralität hat seinen Ursprung im Kyoto-Protokoll. Im Rahmen dieser Vereinbarung werden Emissionsminderungsprojekte wie etwa Erneuerbare-Energien- Projekte oder Projekte zur rationellen Energienutzung realisiert. Dabei erzielte Emissionsreduktionen werden in Emissionszertifikaten oder Emissionsreduktionsgutschriften verbrieft. Dabei entspricht ein Zertifikat einer Tonne CO2 oder CO2-Äquivalent. Demnach spricht man von Klimaneutralität spricht man, wenn Emissionen an einem Ort durch die Vermeidung der gleichen Menge an einem anderen Ort ausgeglichen werden.

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