ID-ABFRAGE

PROJECT TOGO - 
Naturwaldaufforstung

"Aufforstungsprojekte sind der Schlüssel für die Förderung von 12 der 17 Nachhaltigkeitszielen der Weltgemeinschaft im Rahmen der Agenda 2030 in Afrika."

Prof. Dr. Dr. Dr. F.J. Radermacher

 

 

Das Herzstück von PROJECT TOGO besteht aus der Naturwald-aufforstung. Ziel der Tätigkeit ist die Pflanzung einheimischer Baumarten zur Schaffung einer Naturschutzzone, die sich langfristig in einen Naturwald entwickelt.

Auf einer Fläche von 1.000 ha wurden seit Projektbeginn im Jahre 2012 ca. 2 Millionen Bäume gepflanzt. Bei den Bäumen handelt es sich ausschließlich um in der Region heimische Arten. Die Samen für die Baumsetzlinge wurden selbst gesammelt und in eigenen Baumschulen herangezogen. Alle Arbeiten auf der Aufforstungsfläche werden rein mechanisch und ohne den Einsatz chemischer Hilfs- und Einsatzstoffe durchgeführt. In den Baumschulen und bei der Pflanzung der Setzlinge wird eigens hergestellter Biodünger verwendet. Die Setzlinge werden zu Beginn der beiden Regenzeiten gepflanzt, das spart den Gießeinsatz.

Mittlerweile können auf der Fläche im Schatten der heranwachsenden Bäume weitere Baumarten, die mehr Schatten benötigen, ausgepflanzt werden. Nuss-, Frucht- und Pflanzenölspendende Bäume sind Teil des Naturwaldes und schaffen Einkommen bei der lokalen Bevölkerung.

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Projekthistorie 2010 - Heute - Morgen...

Nach der ersten Zertifizierung, durchgeführt vom TÜV Süd, wurde der Klimaschutzstandard  CarbonFix an den Gold Standard verkauft und ist in im Gold Standard aufgegangen.
Auch die Transition von CarbonFix zu Gold Standard hat PROJECT TOGO erfolgreich umgesetzt. Die letzte Zertifizierung im Rahmen des Gold Standards fand 2017/2018 durch die Hamburger Prüfungsgesellschaft GFA statt. Der Zertifizierungsbericht wurde im Januar 2018 vom Gold Standard akzeptiert und genehmigt. 

Zertifizierungs- und Prüfberichte

Transparent, detailiert aber leider fast alles auf englisch... 

Zertifikate werden stillgelegt in climateBase der natureOffice Datenbank in Blockchain Technologie. 

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Praktikumsbericht Evaluierung                                   Zwischenbericht zum Status                    Praktikumsbericht zur                            Masterarbeit "Measuring Co-Benefits of small
weitere mögliche Frauenprojekte                               der Projektimplementierung                    2-monatigen Waldinventur                    scale forest based CO2-Sequestration Projects
2017                                                                               forestsolutin                                               2019, FH Rottenburg                              2019

Unser Klimaschutzprojekt erfüllt
12 der 17 Global Goals der UN AGENDA 2030

"Aufforstungsprojekte sind der Schlüssel für die Förderung von 12 der 17 Nachhaltigkeitszielen
der Weltgemeinschaft im Rahmen der Agenda 2030 in Afrika." 

Für natureOffice, als Projektentwickler, ist es wichtig, dass sich das Projekt fortlaufend weiterentwickelt. Neben dem Naturwald ist die Entwicklung der sozialen Struktur in der Region ein ganz wichtiger Faktor. Dabei geht es darum, mit den Menschen vor Ort selbsttragende Wertschöpfungsketten für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.

 

FAKTEN zum Projekt

REGISTERNUMMER

GS 3951

PROJEKTTYP

Wiederaufforstung von Brachland zu Naturwald

PROJEKTSTART

Juni 2010

PROJEKTLAUFZEIT

30 Jahre

TRANSPARENZ

laufende Projektevaluierung und -dokumentation online und auf Nachfrage

PROJEKTSTANDARD

bis Juli 2018 Gold Standard als Verified Emission Reduction
 (VER) ab August weitere Flächen in Anlehnung an den Gold Standard und CCBS in Vorbereitung

PROJEKTSTATUS

zertifiziert, Report No. 600500930 / TG-PTX (2014 TÜV Süd, 20180 GFA Hamburg)

Global Goals (SDGs)

1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 12 - 13 - 15 - 16

CO-BENEFITS

Integrated location consolidation with economic empowerment, education and training, health-, energy- and water infrastructure

PROJEKTFLÄCHE

1.000 HA + ab 2018 weitere Flächen in vorberetiung

GESAMTEINSPARUNG

396.000 TONNEN CO2 über die laufzeit von 30 jahren 

natureOffice verlässt mit PROJECT TOGO den Gold Standard

Die retroaktive Anwendung neuer Gold Standard Regeln auf das zu 100%
von Carbon Credits abhängige Togo Naturwaldprojekt, hat die Zertifizierung nutzlos gemacht hat.

Der im Jahr 2012 zur Zertifizierung eingereichte Businessplan war Teil der Zertifizierung. Da die Änderungen im Gold Standard sich Rückwirkend auch auf den Businessplan auswirkt, sehen wir in dem Vorgehen des Gold Standard einen unzulässigen und seinen eigenen Regeln wiedersprechendes Vorgehen.

Die Qualität eines Klimaschutzprojektes  steht nicht im Zusammenhang mit dem gewählten Klimaschutzstandard.

Wir sind überzeugt davon, dass der Goldstandard nicht als Qualitätsmerkmal herangezogen werden kann, da er sich bei der Bewertung der Kriterium oft auf die Erfüllung eines Minimums beschränkt. Nur die direkte Auseinandersetzung mit der individuelle Umsetzung hilft dabei qualitativ hochwertige Projekte zu identifizieren.

Wir haben uns, aufgrund ständig steigender Zertifizierkosten dazu entschieden, aus dem Gold Standard auszusteigen, da wir erstens das so eingesparten Gelder vernünftiger in die Erweiterung des Projektes bzw. soziale Projekte investieren können und zweitens Kundenumfragen und Reaktionen ergeben haben, dass die Gold Standard Zertifizierung als nicht massgeblich eingestuft hatte.

Im Gegensatz zu den meisten Klimaschutzprojekten, bei denen die Einnahmen durch CO2-Zertifikate in der Regel nur die Rendite des Projektes verbessern, also das Projekt gar nicht wirklich finanzieren, wird PROJECT TOGO zu 100% aus den Einnahmen durch den Verkauf der CO2-Zertifikate finanziert. Das liegt daran, weil das Projekt keine Zusatzeinnahmen durch die Holznutzung hat (Naturwald). 

Wir werden PROJECT TOGO aber weiterhin von externen Gutachtern auditieren lassen und vorzugsweise mit Fachhochschulen und Universitäten zusammenarbeiten um den Grundgedanken des Know Howe, also den Wissenstransfer in die Schwellenländer zu fördern und zu unterstützen.

Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass der Gold Standard bisher nicht in der Lage ist, für Klimaschutzprojekte in Afrika Auditoren und Gutachter direkt aus diesem Kontinent zuzulassen, um die hohen Zertifizierungskosten sowie die vielen Flüge (Europa - Afrika) zu vermeiden. 

Ob Fair-Trade oder SDG-Zertifizierung - Projekte mit besonderem Engagement (besonders im sozialen Bereich) mussten zuletzt unter dem Gold Standard zusätzliche Verfahren durchlaufen, welche mit erheblichen zusätzlichen Kosten verbunden waren, um ihren Mehrwert nachzuweisen. Da stellt sich uns zwangsläufig die Frage danach, warum der Gold Standard die Wertschöpfung in der Schweiz und nicht in den Entwicklungsländern fördert?

Sowohl verfügbare als auch stillgelegte CO2 Zertifikate sind in einer von natureOffice in Auftrag gegebene Block-Chain-Datenbank transparent einzusehen.

Das sind unsere Tätigkeiten in der Naturwaldaufforstung

Bei der Naturwaldaufforstung in Afrika, speziell auf degradierten Böden oder Brachflächen, unterscheiden wir zwischen wiederkehrenden und einmaligen Tätigkeiten.

Einmalige Aktivitäten auf der Fläche

  • Flächenvermessung per GPS
  • Auswertung von Satellitenaufnahmen
  • Nachweisführung über fehlenden Baumbestand der letzten 50 Jahre
  • Grenzsteinsetzung an den Flächenrändern
  • Planung und Anlegen der Brandschneisen
  • Planung der Standorte für die Baumschulen
  • Planung der Wasserversorgung der Baumschulen
  • Bestimmung der Baumarten, die auf der Fläche gepflanzt werden sollen
  • Recherche zu Baumwachstafeln/ Literaturrecherche
  • Abstimmung mit Forstämtern und lokalen Universitäten
  • Qualitätsfestlegung der Baumsamen
  • Keimtests
  • Keimtestverfahren etablieren

Derzeit sind keine Gold Standard Zertifikate aus PROJECT TOGO erhältlich. Damit Sie sich jedoch weiterhin in PROJECT TOGO engagieren können haben wir unsere Reihe der Kombiprojekte um TOGO plus erweitert. Je nach gewähltem Klimaschutzprojekt zum CO2-Ausgleich im VCS oder Gold Standard.
Ebenfalls können Sie sich zukünftig in der Naturwaldaufforstung, betrieben und umgesetzt in Anlehnung an die Regularien des Gold Standard, engagieren.
Auch die neuen Flächen werden wie bereits im Gold Standard, regelmäßig von zugelassenen und erfahrenen Auditoren geprüft.

Wiederkehrende Aktivitäten auf der Fläche

  • Reinigen der Brandschneisen (2 x jährlich, nach der Regenzeit)
  • Freihalten der Zuwege
  • Betrieb der Baumschulen
  • Beschaffung der Baumsamen (Sammeln und Zukauf)
  • Füllen der Pflanzbeutel (Polybags - zukünftig biologisch abbaubare!) 
  • Produktion von biologischem Dünger
  • Vorbereiten der Pflanzbeete für die Direktsaat
  • Pflege der Setzlinge in den Baumschulen
  • Flächenvorbereitung für die Pflanzung der jungen Bäume
  • Transport der Setzlinge zu den Pflanzstellen
  • Pflanzung der Setzlinge und regelmäßige Kontrolle (zu Beginn der Regenzeit) 
  • GPS Vermessung der Pflanzorte
  • Führung des Flächenbuches
  • Reinigen der Pflanzstellen nach der Regenzeit (Unkraut- ,Grasentfernung)
  • Kontrolle der Pflanzen auf Krankheiten und Schädlinge
  • Feuerwache auf der Fläche
  • Sensibilisierungsworkshops in den angrenzenden Projektdörfen hinsichtlich Feuervermeidung
  • allgemeine Flächenkontrolle (Zäune, Wege, Brandschneise)