PILOTPHASE bis 10/2020
- NOCH KEINE CREDITS ERHÄLTLICH -
ENErgieeffziente kochöfen
MIT RAuchabzug
Geringere Abholzung durch
effiziente Kochherde
Region Agou, Togo*
Nachdem der Naturwald mit mehr als 1,6 Millionen Bäumen aufgeforstet wurde, widmet sich PROJECT TOGO einem weiteren wichtigen Themenfeld, dem energieeffizienten Kochen.
Traditionell wird in Togo auf dem 3-Steine-Ofen gekocht, den man überall in Westafrika findet. Benötigt werden immer zwei Kochstellen gleichzeitig (bei uns wären das ein Herd mit zwei Kochplatten). Auf der einen Kochstelle wird beispielsweise Fufu zubereitet, während auf dem anderen Feuer die Soße gekocht wird.
So wird traditionell in Togo gekocht. Der Nachteil an dieser Art zu Kochen ist das offene Feuer und somit die Rauchentwicklung in den Häusern.
Die Häuser können nur schlecht durchlüftet werden. Somit hängt der Rauch, der beim Kochen entsteht oft viele Stunden in den Häusern. Kinder leiden besonders unter dieser Situation und erkranken schon oft in frühen Jahren an Atemwegserkrankungen.
Ein weiterer großer Nachteil der 3-Steine-Öfen ist der große Holzverbrauch. Viel Hitze geht durch die Bauart der Öfen verloren, was wiederum bedeutet, dass viel mehr Holz zum Kochen benötigt wird, als eigentlich notwendig. Das bedeutet für die Menschen, sie müssen mehr Holz sammeln und mehr Holz bedeutet zwangsläufig auch mehr Holzeinschlag auf den Flächen.
Mit unserem neuen Projekt möchten wir in der Region um PROJECT TOGO den nächsten Schritt gehen und gemeinsam mit den Menschen vor Ort die energieeffiziente Kochöfen mit Rauchabzug einführen.
Dazu haben wir ein Pilotprojekt gestartet um erste Erfahrungen zu sammeln um die Öfen eventuell noch genauer auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort anzupassen.
Das Pilotprojekt wurde im August 2020 gestartet und dauert noch bis Ende Oktober. Nach dieser Pilotphase wollen wir die gesammelten Erfahrungen aufarbeiten und in das Hauptprojekt umsetzen.

Traditioneller 3-Steine-Kochofen, Togo Westaf
Umsetzung des PILOTPROJEKTES
10 Familien helfen mit
Nachdem wir in zahlreichen Sitzungen in acht Projektdörfern unsere Idee der energieeffiziente Kochöfen mit Rauchabzug vorgetragen und demonstriert haben und auf große Zustimmung gestoßen sind, haben wir mit der Umsetzung der Pilotphase begonnen.
Dazu haben wir 10 Familien gefunden, die nicht nur einen solchen energieeffiziente Kochöfen mit Rauchabzug haben wollen, sondern die sich auch bereit erklärt haben, das Handwerkszeug des Ofenbauens zu erlernen um dann, nach Abschluss der Pilotphase, anderen Familien einen solchen Ofen bauen möchten.
Dazu werden wir noch ein entsprechendes Ausbildungsprogramm ausarbeiten um den neuen Ofenbauern und Ofenbauerinnen das notwendige Rüstzeug an die Hand zu geben. Wir werden natürlich nach den Schulungen die Umsetzungsarbeiten begleiten um das Ausbildungsprogramm laufend zu optimieren.

Für die Ziegel benötigen wir erst Model. Auch die fertigen wir per Hand.
Wir nutzen also dir Testphase bereits zur Ausbildung der erste Ofenbauern und Ofenbauerinnen in Togo, in dem wir sie beim Bau der Ofen integrieren.
Themen wie Materialkunde, Strömungsverhalten von heißer Luft und Abzugseffekte stehen ebenso im Ausbildungsprogramm wie auch Feuerschutz und der richtigen Befüllung der Öfen.
Ein Effekt ist aber jetzt schon deutlich sichtbar - die neuen Öfen benötigen deutlich weniger Holz für die gleiche Brennleistung und Fufiu und Soßen sind in kürzerer Zeit zubereitet.

Herstellung der Ziegel für den Bau der Öfen.
Alle Familien die an dieser Testphase teilnehmen werden zu 100 Prozent in der Fertigung des eigenen Ofens integriert. Sie kümmern sich um Sand, Asche, Lehm und Wasser, sie stampfen das Material und verfüllen den Lehmbrei in die bereitgestellten Ziegelformen.
Sie sind dafür verantwortlich dass die Ziegelsteine trocknen und helfen beim aufmauern des Ofens. Das ganze wird geleitet von unserem Mitarbeiter Jean-Phillip, der wiederum sein Handwerkszeug direkt von die Ofenmacher e.V., einem Verein aus München gelernt hat. Der Münchner Verein hat bereits in Nepal große Ofenprojekt umgesetzt und wir führen diese Arbeiten, beginnend in Togo, fort.

Die Ziegel müssen ordentlich trocknen bevor sie zum Mauern der Öfen verwendet werden können.